| Swing time is good time and good time is better time! |
Nach dem Bier ist vor dem BierUnglaublich, aber das letzte Mal habe ich in der Schule über diesen Spruch gelacht! Heute trifft er nicht so ganz auf das Setting zu aber dennoch passend:Am Wochenende bestritten wir unser letztes Konzert für den Monat April. Mai ist frei (obwohl er mit dem Tag der Arbeit beginnt...) Und im Juni geht es wieder los. Bis dahin aber- und hier kommt der Spruch ins Spiel- werden wir ein paar neue Songs in unser bärenstarkes Liveprogramm einfügen. Denn vorher muss natürlich wieder ausufernd geprobt werden, um alles über die Bühne zu bringen. Arbeitsablauf: Zuerst diskutiert man in fröhlich-neckischer Runde die neuen Songs. Das dauert -weil der eine den Song nicht mag, der andere den Gesang zu nasig erachtet, die andere findet die ganze Band -politisch mit vollkommener Uncorrectness gefüllt- schwul und so weiter. Stehen dann ein paar Songs im Finale, müssen die ja noch, wenn das nicht vorher schon geschehen ist, auf ihre Tanzbarkeit- beziehungsweise auf ihre Artgerechtheit dem Tanzpublikum als Zielgruppe gegenüber - untersucht werden. Tanzbarkeit und Eignung für Tanzpublikum sind nämlich in diesem Fall zwei sehr weit entfernte Welten! Steht diese Entscheidung dann... (nunja, SIE, -die Entscheidung- ist meistens ein Kompromiss und warum ich dabei grinsen muss, fällt mir nun beim besten Willen nicht ein...) ...steht sie nun, dann lässt man sich die Songs aus dem intelligenten Musikladen von der großen Firma mit der Apfelplantage schenken und fängt an, sie herunterzuhören. Für jedes einzelne Instrument schreibt man eine Stimme und wenn man gut ist (nicht so gut wie Gurki) dann schreibt man genau das auf, was die Kollegen auf den Originalsongs spielen. Wenn man nicht so gut ist, dann wirds halt etwas "freier" Dabei kann man schon Blut lassen. Aber das ist Herzblut mal ehrlich gesagt. Sind die Zettels fertig beschrieben, nimmt man sie mit zur Probe und übt das Lied. Bis es sitzt. Dann geht man damit auf die Bühne und hossa: Die Menge tobt. Denn Swing Time is... nagut, lassen wir das! Letzten Samstag hatten wir endlich mal guten Sound. Ich konnte mich schon seit dem Silvesterauftritt nicht des Eindruckes erwehren, daß das Mixen unserer Band irgendwie nur Zeitverschwendung ist. Ich denke an Heinz Strunk, der in der Mitte des Saals steht und wartet, daß Gurki die Anlage "einrauscht". Bei uns ist das mit noch mehr bedeutungsschwangeren Worten gespickt aber das Resultat ist meistens nicht gut. Ich hoffe, das kann sich mal ändern. Samstag war aber gut. Relativ. Wir hatten eine andere Anlage und einen anderen Techniker. Ich kenne es soundmäßig noch besser, aber für die bisherigen Erfahrungen auf dem Schwitzeparkett war es ziemlich gut. Dudelidu! - 29.4.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen KommentarFrühlingstanz auf dem DorfZwischenzeitlich, jetzt also, mitten im Frühling spielen wir einige Dorfkonzerte zum Tanz auf. Das ist immer das Übliche. Kann man hier und da nachlesen. Hotten, hotten, zoffen, dann auch kloppen. Ich würde mich wiederholen.Gestern allerdings waren wir in einem Jagdhof. Da hingen dann überall Wildköpfe mit Zeitung ausgestopft an der Wand. Bedrohlich schauten sie mit ihren Gehörnen über den Tanzsaal und fragten sich bestimmt so manches Mal, warum sie nach der Strafe des Todes nun auch noch in diesem Höllenvorhof schmoren müssen. Wenn ich an der Wand hängen würde und diese Dinge da unten sehen würde, ne, da lieber gleich den Teufel zum Frühstück bitten. Aber bei Vorhof fällt mir ein, dass es ja diesen neuerdings nicht mehr gibt. Der Vatikan hat ihn offiziell abgeschafft. Als ich das irgendwo las, peitschte ein von der Absurdigkeit dieser Nachricht entflammter Lachschwall aus meinem Rachen, abgründig wie der Teufelsblick, den der Papst irgendwie immer hat. Ich kann mir nicht helfen. Aber gut. Doch gestern war da noch mehr. Eine Bildbeschreibung Ich ließ meinen Augen freien Lauf als ich basstrunken und höhenschlecht über die Tanzfläche schaute. Und dort sah ich dann ganz abstrakt: Eine schöne Welt zwischen knorrigen Ästen. Die Welt, sie war in weiß gekleidet. Sehr rein und leuchtend, darüber ein leicht bemustertes Stoffkleid in zartem Blau, das sich mit Trägern ganz unaufdringlich über ihre Schultern legte. Hätte ich es angefasst, ich würde den Stoff gemocht haben. Sie lächelte. Sie hatte zu meiner Überraschung (ich kannte sie schon) sehr rot gefärbte Haare, was zusammen mit ihrem Schnitt und ihrem Outfit entgegen meiner Erwartung entkräftend schön aussah. Es passte mirnach alles wunderbar zusammen. Sie lächelte, sie lachte. Sie war rundum wirklich schön. Doch an Allem, wovon ich weiß, ist das auch alles, was mir bleibt. Letzten Endes beschreibe ich ja auch nur ein Bild. Nächste Woche dann: Firmenfeier intern irgendwas. Es geht eben immer weiter auf der Leiter - 22.4.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen KommentarWortspieleZu dem Wort "Tanzende" als Substantivierung von "tanzenden" Menschen kann man 3 Buchstaben hinzufügen und wow: Transzendenz!Grenzüberschreitend in jeder Hinsicht ist so ein Tanzabend tatsächlich, wenn man behütet großgeworden ist.... - 29.3.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen KommentarEin nahtloser ÜbergangSeit ein paar Wochen läuft nun wieder die Studiererei an, das letzte Fastnachtkonzert wirkte wie ein Bindeglied in die andere Welt. Die Welt des Niveau´s.Ich erinnere mich doch eigentlich gern an diese dunkle Zeit inmitten der kalten, dunklen Jahreszeit zurück. Auch wenn die Bilder langsam ausbleichen und an Schärfe verlieren- Es bleibt immer die teilweise diffus sich bewegende Masse vor einem in der Dunkelheit. Am Bühnenrand. In der Melange von Farblicht, Qualm und schwitzigem Dunst. Auf schmierendem Parkett. Bier, Schweiß, Kippen und Dreck ergeben auf dem Boden einen seifigen Film. Dann und wann Hände in der Luft. Sie greifen nach Entertainment und Spaß. Eingeflößter zu einem großen Teil und doch sehr vergänglich. Ich stehe wortwahrheitlich im Rampenlicht und blinzele entzückt, entsetzt, ver-rückt, ent-stellt, verzerrt, verwirrt, geschockt, berührt, gerührt, emanzipiert, euphorisiert und letzten Endes auch fasziniert da oben und schicke meine Suchblicke nach irgendetwas hinab in die Dunkelheit wie der böse Sauron aus Star Wars. Oder habe ich da was verdreht? Na ganz im Ernst kann man sich nie so ernst-haft sicher sein, wonach man eigentlich schaut! Möglich ist es, das herauszufinden, ich habe noch nicht damit begonnen. Aber zweifelsohne suche ich irgendetwas! Eine Anerkennung? Eine Reaktion? (tanzen ist keine Reaktion, das ist für diesen Abend festgelegtes Programm, da können wir auch nur rums rums machen, geht alles!) Vielleicht sogar die Suche nach einem besonderen Menschen? Die Szenerie ist aber ein jedes Mal genauso trostlos wie vorher: Man stiert in die Dunkelheit während Andrea Berg wieder und wieder über die 1000 Fremdgehereien ihres Kerls da singt. Es entwickelten sich bei mir ähnliche Symptome wie jene letzt beschrieben: Töne spielen, in die Dunkelheit schauen, Töne spielen, Hände sehen. Töne spielen, Töne spielen. Einen Einschub: Es gibt tatsächlich ein Licht am Horizont des Tanzkerkers! Und das ist: Die Bar! Ja, welche Ironie, wenn ich das schreibe... Die Bar hat meistens ein sehr typisches DDR- Milchglas- Aggregat und macht schlimmeres Licht als jede Krankenhausabstellkammersparlampe. Man sieht dort am Ende des Tunnels quasi die qualmenden Köpfe und blitzenden Gläser und glimmenden Zigaretten der Tanzenden. Wenn es also kein Licht am Ende des Tunnels ist, dann respektive natürlich der Tanzmusiksensenmann. So einfach! Zurück zu den Bühnenkrankheiten. Vielleicht ist es nur Apathie durch Reizüberflutung. Immerhin- welch wundersame Wendung zu Mr. Strunk- bin ich in einer ähnlichen Situation wie er. Zum ersten Mal Fastnacht spielen. Ein Wunder, daß ich das überlebt habe. Man weiß nicht, was man anderes machen soll als in die Dunkelheit zu starren und dem Grummeln zu lauschen. Irgendwann fixiert man jemanden und schaut ihm beim Tanzen zu. 1-2-Tipp was sonst. (Aber in vielen Tempi, ich frage mich immer, wie die Leute bei den Songs auf dieses Tempo kommen... Einige Paare zirkeln bei Hello Again über das Parkett als wenn sie einen Pfad dort hineintrampeln wollen. Verrückt!) Ich werde den Apathiegedanken weiter verfolgen. Schlußendlich kann ich aber sagen, wie gut, daß ich Sensibelchen genannt werde. Damit hat man unheimlich viele Informationskanäle, die dauernd gut ausgelastet sind und dann solche Sachen hier von sich geben. Ein Wunder wie nachhaltig kognitiv-produktiv ein solches Tanzkonzert ist. Qualitativ... das lassen wir heute mal aus :-) - 29.3.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen KommentarVorbeiDummdidumm. Vorbei ist die Fastnacht. Fast hätte ich gedacht, fasten in der Nacht hat Glück gebracht. Wohl kaum. Der letzte Abend war malerisch inmitten der Einöde angesiedelt. Es gab immerhin eine Hauptstraße mit Abzweig, die einzige Stelle im Ort, an der man auf irgendetwas außer den ausbüchsenden Hühnern aufpassen muss. Es ist überflüssig zu sagen, daß es nicht schwer war den Hort der Balz zu finden. Auf der Fahrt dahin überlegte ich mir, in so einem Dorf muss so ein Abend zwangsläufig Ritualcharakter haben. Schutzlos im Wald gelegen, hat so eine Zusammenrottung mit Tanz sicher unheimlich bindende Kräfte. Man könnte gar darüber nachdenken, das Phänomen gruppendynamischer Fliehkräfte mal eben ganz zu entkräften. Ähem.Ich freute mich auf den letzten Song. Sei er noch so lang, ich hätte ihn gezockt bis der Song keinen Bock mehr darauf hätte. "Nimm mich mit!" im Gefängnisradio (so vorhanden) ist mein erster Vorschlag wenn die Amerikaner jetzt ihre War-on-Terror-Strategiepapiere öffnen und Ratschläge für neue Foltermethoden für Guantanamohäftlinge entgegennehmen. Denn selbst dafür brauchen sie Hilfe. Nimm mich mit ist 1. ein Song (wie alle) der 2. 3 Akkorde hat (wie fast alle) und 3. auf deutsch ist (wie einige). Für den 4. Punkt bekommt der Liedschreiber mächtig den Arsch versohlt, die Leviten gelesen und noch viel mehr: denn dieser Song ist nervtötend lang wie kein anderer! Wenn man ihn spielt, langweilt man sich mehr als bei jeder Jazzetüde. Das immergleiche Akkordgedudel wiederholt sich so oft, man kann förmlich die Runden zählen, die die Finger an den Seiten schon abgerannt sind. Aber so weit kam es nicht. Mal wieder flogen Fäuste hin und her und lalala. Letzten Endes hörten wir auf zu spielen weil des Wirtes Balg wohl etwas viel abbekommen hatte und somit der letzte Tanzabend mit dem Thema Fastnacht vorzeitig beendet war. Es war trotzdem irgendwann nach 2 oder 3, aber gut. Nimm mich mit hätte ich jetzt schon während meiner gedanklichen Luftsprünge gen Himmel trällern können (aber nicht, daß das jemand da oben wirklich hört!) Der letzte Song an diesem Abend war dann also: Freunde bleiben. Na bitte! Jungens, gebt euch doch die Hand, eine offene, und gut ist! Pustekuchen. Es war alles zu spät an diesem Abend. Zwei Dinge zu erwähnen. Neben der Bühne stand irgendwann ein Bubi und schaute mir beim Tanz Rumpelspielchen zu. Was ich mit dem Trommler veranstaltete, wird er nicht verstanden haben, aber ihm schien es zu gefallen. Er zückte sein Telefon und brachte es in jene Star-Trek-Phaser-artige Stellung zum Schießen! KLACK machte es. Videoaufnahme annnnn! Kaum war das geschehen, reihten sich kleine Milchbubis, milchiger als ich je war, an seine Seite und taten es ihm gleich. Über eine Minute lang standen sie da wie Zinnsoldaten. (In gewissem Sinne wollten das einige Bubis vielleicht sein, Thor Steinar war auch schon dabei und ein extra pre-pubertäres aufgeschweißtes Böse-blick-gesicht ebenso. Mich hat es merkwürdig lächerlich fasziniert, so einen geistig-10- Jährigen in so einer Clownskluft zu sehen) Jedenfalls waren die Zinnsoldaten mit ihren Phaserguns so zierlich zu bestaunen, daß es aus mir fast heraussprudelte: Mein Gott, den ganzen Abend sitzt ihr in ner dunklen Ecke und grummelt dummen braunen Brei vor euch hin und sobald jemand anderes euch eine Möglichkeit zeigt, eure digitale Versessenheit, eure billige Abhängigkeit auszuleben, humpelt ihr los wie gebrechliches Ungetier. Lächerlich. Man hätte sie fast von links nach rechts umknipsen können. Gut, sie hatten ihren Spaß, jetzt ihre Videos. 2 Minuten Entertainment gegen 6 Stunden Apathie. Weider SOooooo! Punkt Nummer zwei. Die Luft dieses Abends war hochschwanger von Testosteron und Pheromonen. An keinem Abend zuvor konnte ich das feststellen. Nun ja, gelogen. An keinem Abend so intensiv. Es machte mich eigenartig nervös, man schaut nach vorn, sieht Pärchen, die ausgesprochen expressiv und kontaktfreudig tanzen. Man sieht nach links neben die Bühne und sieht Pärchen ausgesprochen zielstrebig und impulsiv küssen. Man sieht nach rechts und sieht -Die Frisörin- Blicke auf die Bühne werfen, die in ihrer Zweideutigkeit nicht eindeutiger sein können. Dazwischen haha, Bb, As, G, C, Eb... Immer dieser Wechsel zwischen Tonika- küssen, Subdominante - tanzen, Dominante- fummeln, Fill In - Yeah, Grabscher, Solo: Hand unter die Kleidung. Irgendwann fragte ich mich, ob ich vielleicht den Ton As mal nach seiner Telefonnummer fragen sollte oder ob eine Sexte unter dem G-Ton-Punkt irgendetwas mit fernöstlicher Liebesspiritualität zu tun hat. Es blieb mir verborgen. Die Blicke wanderten von meinem Griffbrett hinunter zu den speicheltauschenden Balzenden, zurück aufs Griffbrett. Wo ich sie dann auch noch fast hinhaluzinierte. Abstraktes Detail durchaus. Aber immerhin mich faszinierend und man kann noch immer in allerschönste romantische Träume fallen, sieht man die jungen Liebenden auf der Tanzfläche gondelnd, Hand in Hand, Jugendliebe zu uns krächzend, ihren ganz eigenen Stern aufgehen zu sehen. "Einen Stern, der Deinen Namen trägt!" Ich wette das könnte der letzte Satz sein, den das Mädel hört bevor es anschließend in seinen Armen schwach wird und sie sich beide in dieser Nacht um ihren Schlaf gebracht´. Für dieses Ende fällt mir nun nur noch: Servus! ein! - 21.3.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen KommentarUnidirektionale Energie. Das Prinzip der Diode. Und was das mit dem Lidl zu tun hatNoch ein kurzes Wort zum Abend!Der gestrige Abend verlief angenehm. Reibungslos, die Fans haben uns gefeiert. Das gehört sich so für eine ordentliche Band. Rock´n´Roll! Ich war heute in einem großen österreichischen Supermarkt einkaufen. Wenn man so durch die Gänge voller Waren läuft, gibt es ein paar Dinge, die sich gegenüber der Vergangenheit geändert haben. Eines davon ist: Die Regale werden niemals leer! Man greift hinein, binnen kurzer Zeit wachsen die Dosen und Gläser und Äpfel und Bananen nach wie ein Haifischzahn. All die Regale sind schon eigentlich das Warenlager. Während man früher einkaufte und sah, wie sich die Vorräte ganz natürlich dezimierten, bleibt heute alles starr und unbeweglich. Einkäufer - Regal. Banal. Aber Actio=Reactio stimmt hier gar nicht mehr. Actio bleibt gänzlich unbeantwortet. Selbst wenn 40 Menschen im Supermarkt schlendern, den gefüllten Regalen ist das egal. So vergeht ein Stück Natürlichkeit. Vielleicht löst sich auch nur mein kleiner Lagerfeuer-romantik-traum auf. Achy Breaky Heart. Ein schöner Song mit zwei Akkorden (=ROCK!) Dieser ist insofern anders als die meisten unserer Liedchen weil wir jeder ein Solo bekommen. Nicht nur mal Gitarrensolo oder Saxofon sondern Alle! Das gibt ein ganzes Stück mehr Interaktivität. Nur bleibt die Mauer zwischen Bühne und Tanzfläche immer erhalten. Man strampelt auf der Bühne herum und spielt und spielt. Für den Großteil der Zuhörerschauertänzer ist man eine Maschine. Unbegreifbar und unnahbar. Man spürt die seltsame Angst, die fast alle Besucher vor einem haben. Warum auch immer. Als Musiker sendet man fortwährend Kommunikationssignale herab auf den Saal. Sie verhungern oder verhallen mal wörtlich. Was man auch tut, es bleibt unbeantwortet, man ist auf dem Dorf nur Anschauungsobjekt. Etwas, was man selten sieht, ist erst einmal interessant, beschauenswert aber das nur auf Distanz. Nicht zu nahe kommen 'dem da oben!' Letzten Endes bleibt es einseitig. Was nicht so schön ist. Und ich denke mal um die Ecke, meine zu sagen: Nein, ich will keine Lagerfeuerromantik auf dem Tanzsaal. Aber vielleicht könnten die Regale ein bisschen nur sich leeren, wenn ich hineingreife. Dann sieht man nämlich auch mal den Staub! - 12.3.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen KommentarSonntag = MusikerstarreDer Tag nach den Veranstaltungen entwickelt sich bisweilen fad!Man gelangt ins Bett so gegen 4 oder 5, manchmal auch erst 6 am Morgen und schläft dann bis mindestens Mittag. So auch heute. Was man mit den verbleibenden Stunden bis zum nächsten Auftritt als Entertainmentmaschine macht, bleibt einem selbst überlassen. Ich ziehe es vor, ganz oft Niveau zu verschlingen. Man liest ZEIT- und Spiegel online, schnappt sich die Printpendants und versucht gesehenes zu vergessen. Oder auch nur zu verdrängen. Freilich könnte man über die geistige Ansiedlung des Wortes 'Niveau' streiten aber in meinem Falle sehe ich es als ergeben, erwiesen und unbestritten an, dass DIESE Art von Samstagabendunterhaltung so ziemlich jede Aktion von angeln bis zanken in gleißendem geistigen Höhenflug erscheinen lässt. Gestern war alles dennoch ziemlich gelassen. Es gab schon Veranstaltungen, an denen das Publikum die Band vor lauter Musikern nicht mehr sah. Ja wirklich. Da war plötzlich jeder fähig, Musik zu spielen! Sei es mit der Gabel ans Glas, mit dem Stöckchen auf die Trommel, ja mir schweben all jene äußerst trefflich formulierten Geräuschbeschreibungen eines Herrn Strunk vor. Schring! Zonk, Zonk! Schrammel Schrammel! Nicht so aber gestern. Wir spielten in einer Art Bau zum Turnen. Mit angebauter Bühne, die auch gut hoch war. Das Publikum ließ sich feiern, will heißen- wartete ab bis es den Saal füllte. Das hatte den durchaus angenehmen Vorteil, daß wir erst später als gewöhnlich anfingen zu spielen (und im Umkehrschluß auch nach weniger reinen Spielzeit fertig waren, jaha!) Allerdings, irgendwann musste es selbstredend losgehen. Tralala, wir sind die LalalaBand aus Himmelshausen, alle Mann ran an den Trog! Und es ging munter fröhlich los mit dem Lied "Wie weit ist Schweden?" Unser Sängerfrontmensch hat eine spontane Lust, die Songs geringfügig umzudichten. Es fallen einem allerlei Dinge ein, wenn der Abend noch jung ist und sich die Räder im Kopf nicht drehen müssen. 3 Noten mehr gespielt und wir waren schon mittendrin. Es zog sich nicht sonderlich in die Länge, die gefühlte Spielzeit hielt sich in Grenzen. Interessant nur noch das kurzweilige Pausengespräch mit dem Saxofonisten. Eins von vielen. Wir berieten über den Umstand, dass alkoholisierte, meist männliche, Konzertbesucher -pardon Tanzabendgänger- beim Gröhlen immer ihre Hand senkrecht gen Himmel pressen, den Finger gereckt, den Körper gestreckt. Aus der glühenden Kehle röhrt es "Jooooooaaa jaawoooollllll"! Immerzu. In einem derart abgekoppelten Geisteszustand mit der gedachten Achse Bühne/ Musiker -- Tanzfläche/Zuhörer bekommt man dabei große Augen! Ich hatte die Theorie, daß es eventuell einem heiter- ausgelassenen Balzverhalten nahekommt. Man(n) macht sich größer, plustert sich auf, pumpt Blut in die Muckies, der Hahn gackert Gack Gack, der Pfau baut seinen Fächer auf- wusch! Tatsächlich ist es möglich, immer diesem Verhalten eine größere Anzahl weiblicher Tanzgören in physikalischer Nähe zuzuordnen. Aber, lass es gutsein. Ausgelassenheit, STIMMUNG! Ich frage mich trotzdem ein jedes Mal nach der Echtheit der Angelegenheit. Und jetzt ruhe ich mich weiter aus. Immerhin soll es heute viel schlimmer werden. Eine Wirtsfrau - Schimmel gennant - mit dem Pferdepo, eine Bühne wie ein Pappkarton und natürlich heute der Fanauflauf. Heididei! - 11.3.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen KommentarFastnacht fast vorbeiWer hätte das gedacht? Zum Jahreswechsel fragte ich mich noch, meine Güte, jetzt soll das bis Mitte März so gehen? Eine gute Anzahl an Samstagen fahren wir durch die Gegend und beglücken unser Publikum mit Tanzmusik. Doch wie man es häufig erlebt, gehen die Wochen ins Land und mit ihnen die Auftritte. Gemeinhein sagt man als Musiker zu solchen Abenden dann "Gigs" oder formal eigentlich "Konzerte" oder -natürlich der Klassiker- "Mugge"!Zu diesem Wort Mugge gibt es zu berichten! Es ist unter der Jugend von heute generell verbreitet als "Mucke". Dies Wort meint Musik im Allgemeinen. "Hast Du coole Mucke bei?" "Klar, hier voll fett!" Yeah! Irgendjemand muss das einmal aufgeschnappt und als Trendwort verbreitet haben. Heinz Strunk verwendet es in seinem Buch generell für eben jene Konzerte, die er jahrelang bestritt. (Unsere Sängerin weigert sich bis heute, unsere Tanzabende "Konzert" zu nennen, hoppala und hopsassa passen wohl semantisch nicht zu diesem Wort) Aber so macht auch Mr. Strunk den Fehler, den ihm alle Ossi- Mugger (so nennt oder nannte man die Musiker aus dem Osten der Republik, ja?) übelnehmen: MUCKE. Gaaanz falsch! Denn es heißt natürlich: Mugge. Warum? Ganz einfach, es ist ein zusammengesetztes Substantiv. Und zwar: Mu - G - Ge. Musikalisches Gelegenheits Geschäft. Voila. Das dies dem Herrn Strunk nicht bewusst war, als er sein Buch schrieb und es wieder und wieder falsch schrieb. Nun, es sei ihm verziehen. Am kommenden Wochenende haben wir noch zwei Muggen. Samstag und Sonntag. Die folgende Woche noch eine und dann ist unsere Tanzabendfastnachtsession vorbei. Ich bin sehr auf den kommenden Sonntag gespannt, denn das wird das ultimative Heimspiel für einen von uns acht. Wie ich vernahm, ist dort die Residenz unseres durchaus anwachsenden Fanclubs und wir spielen wohl direkt im Zentrum der Fanmacht! Mir wurde schon gesagt, Personenkult und sowas. Da bin ich sehr gespannt weil ich doch noch eigentlich das Nesthäkchen in der Band bin. Schon letzte Woche bekam ich einige Tipps, wie man als Musikant auf der Bühne steht und seinen Körper rhythmisch zum bumm-bumm-schring der Schlager zelebriert. Das wird wohl dieses Wochenende nicht anders werden, ja ich werde belagert werden. Das einzige, was mir wohl Probleme bereiten wird, ist das Aufstehen am nächsten Morgen. Am Montag beginnt das neue Semester und wenn ich die Nacht vorher um drei Uhr in der Früh´ zu Bett wanke, ist am nächsten Tag um neun Uhr nicht viel los. Das wird schwierig. Dazu kommt noch meine Aufgabe für den Dienstag. Das muss alles noch geschafft werden. Oje. - 9.3.2007 - Kommentare {0} - Schreibe einen Kommentar |
Beschreibung Eine Kolumne, die sich mit den Untiefen der modernen Unterhaltungsmusik auseinandersetzt und für die noch heute gilt: Fleisch ist mein Gemüse! Startseite Profil Archiv Letzte Einträge - Nach dem Bier ist vor dem Bier - Frühlingstanz auf dem Dorf - Wortspiele - Ein nahtloser Übergang - Vorbei |
| hosted by simpleblog.org // powered by IDGV GmbH Machen Sie Ihren Blog bekannt: Bloggerei.de - Das Blogverzeichnis |